[b][u]Dexter & Tod Kapitel 1 - Der Fuchs und die Maus[/u][/b]
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Komm raus, komm raus, kleine Maus, summte der Fuchs whrend er mit einem Auge versuchte seine Beute in dem dunklen Erdloch zu ersphen. Komm raus zum spieeeelen! Energisch buddelte er wieder, um den Eingang gro genug zu bekommen, sodass er an den Nager heran kommen wrde. Doch noch immer passte kaum mehr als seine Nase hindurch, als er abermals nach der Maus schnupperte, um sicherzugehen, dass sie nicht schon durch einen verborgenen Tunnel entwischt war. Aber das Loch, in dem der kleine Leckerbissen Zuflucht gefunden hatte, schien nirgendwohin zu fhren. Allerdings schien das Loch auch ein besonders tiefes zu sein, was es dem Fuchs nicht gerade leicht machte.

Leicht, dagegen, hatte es der kleine Muserich. Denn alles, was er tun brauchte, war abzuwarten. Das Loch war eng und tief genug, um den Fressfeind eine Weile zu beschftigen, vermutlich sogar lange genug, um ihm den Appetit zu verderben. Du musst dich schon etwas mehr anstrengen, wenn du an mich ran willst, Dexter!, rief die Waldmaus dem Fuchs entgegen, der erneut inne hielt, um sich zu vergewissern, dass seine Mahlzeit noch da war.

Wieder schabte der groe Rotfuchs mit seinen schwarzen Pfoten an dem Erdloch herum. Du kannst dich nicht ewig da drin verschanzen!, knurrte er unter die Erde.

Und das hatte die Maus auch gar nicht vor. Bevor du auch nur hier angekommen bist wo ich jetzt stehe, habe ich mich schon lngst einen Meter weiter unter die Erde gegraben.

Das wollen wir doch mal sehen!, erwiderte Dexter und intensivierte seine Bemhungen. Aber im Inneren der Hhle blieb die Maus ganz ruhig. Sie wusste ganz genau, dass das Loch, klein wie es auch sein mochte, allemal tief genug war, um den gefrigen Fuchs daran zu hindern ihn zu erreichen. Und allmhlich schien Dexter das auch zu begreifen.

Vorsichtig trat der kleine Nager etwas nher an den Eingang heran und fragte den Fuchs frech: Na? Machst du schon schlapp, Dex?!

He, Tod?!, entgegnete der Fuchs, allmhlich genervt von der Situation. Warum ersparst du uns beiden nicht den ganzen Stress und kommst einfach raus? Ich verspreche auch es kurz und schmerzlos zu machen.

Doch Tod lie sich nicht aus der Fassung bringen und wartete geduldig auf das Reien des bereits berspannten Geduldsfadens des Prdators. Den Stress scheinst du ganz alleine zu haben. Ich dagegen bin tiefenentspannt!, antwortet Tod schnippisch. Aber wenn dich die Buddelei so sehr aufregt, warum hrst du nicht einfach auf und lsst mich in Ruhe?

Wtend baggerte Dexter die Erde aus dem Weg, sodass sie hinter ihm in die Hhe geworfen wurde. Aber auch mit mehr Wut im Bauch als Hunger kam er Tod nur wenige Zentimeter nher. Der Boden war hart und der Tunnel schmal und lang. Erzrnt machte der Fuchs einen Schritt zurck und bellte in das Loch: Glaub blo nicht, dass ich so leicht aufgebe, Tod! Irgendwann erwisch ich dich schon noch. In der Zwischenzeit schau ich mal, ob ich ein paar von deinen Brdern oder Schwestern finden kann!

Triumphierend rief die kleine Maus ihm nach: Dazu bist du doch ohnehin zu dmlich! Such dir lieber etwas leichteres zum Jagen, zum Beispiel ein paar Enteneier. Die laufen auch nicht so schnell weg!

Geknickt verlie Dexter das Loch und tapste davon, als er ber sich eine Stimme hrte: He, Dexter! Hast du Tod wieder nicht erwischt? Das scheint ja schon zur Gewohnheit zu werden!

Grimmig schaute Dexter empor und machte ein junges Eichhrnchen auf den sten einer ebenso jungen Eiche aus. Es musste die Szene mitangesehen haben. Ach!, rief der Fuchs zu ihm rauf. Der mickrige Pimpf ist doch die Mhe nicht wert!

Gib doch einfach zu, dass er schlauer ist als du!, gab das Eichhrnchen zurck.

Genug ist genug, dachte Dexter und sprang den Stamm des Baumes an, um nach dem Sptter zu schnappen. Kmmer dich um deinen eigenen Kram, Baumratte!, bellte er. Natrlich sa das Eichhrnchen viel zu hoch, als dass Dexter es htte erreichen knnen, nichtsdestotrotz hatte die Aktion den Gewnschten Effekt: Vom Schreck gepackt machte sich die kleine Nervensge aus dem Staub.

Whrend der immer noch hungrige Fuchs in der Ferne mit jemand anderem beschftigt zu sein schien, lugte Tod aus seinem Versteck hervor und prfte, ob die Luft rein war. Ohne Dexter vor der Nase machte er sich schnell davon und verschwand im Unterholz.

Immer noch geknickt ber seine entwischte Beute, schlich Dexter durch den Wald, zurck in Richtung seines Baues. Die Baumratte mag zwar damit Recht haben, dass Tod eine schlaue Maus sei, aber schlauer als ein Fuchs war sie bestimmt nicht. Und schlauer als Dexter erst recht nicht! Frher oder spter, das stand auer Frage, wrde er ihn schon noch erwischen.

Als der groe Fuchs leise unter den bodennahen sten einer mchtigen Tanne hindurchpirschte, nahm sein scharfes Auge eine flchtige Bewegung im Unterholz war. Nur ein paar Schritte entfernt, getarnt zwischen einigen Farnen, bewegte sich Minka, die Katze vom Bauernhof am Waldrand, langsam und bedchtig vorwrts. Vermutlich war sie gerade selbst auf Beutejagt.

Ein schelmisches Lcheln blitze ber Dexters Gesicht, kurz bevor er mit einem groen Satz aus dem Schutze des Nadelbaumes hervorsprang und der Katzendame einen solchen Schrecken einjagte, dass sie schneller davon rannte, als dass man ihr mit dem Auge htte folgen knnen. Minka eins auswischen zu knnen vermochte schon immer die Laune des Fuchses zu heben. Als von Menschen gehaltenes Haustier hatte sie sowieso nichts im Wald verloren. Obendrein konnte Dexter Katzen auch nicht besonders leiden.

Mit etwas besserer Laune betrat Dexter den kleinen, lichten Flecken im Wald, wo sich sein Bau befand, doch sollte seine krzlich gewonnene Heiterkeit nicht allzu lange vorhalten. Ungeduldig wartete bereits Marty auf ihn, dessen Bau sich gegenber Dexters befand. Marty war der einzige andere Fuchs neben Dexter, der in seinem Revier lebte. Er war mit fast einem vollendeten Lebensjahr um einiges jnger als Dexter, welcher bereits auf das Ende seines Siebenten zuging. Seit Marty von seiner Familie abwanderte, lebte er zusammen mit Dexter. Zwar gab es noch ein benachbartes Fuchsrevier mit mehreren, jngeren Fchsen, in das er vielleicht besser gepasst htte, aber die Nahrungsverteilung zu der Zeit lie es nicht zu, dass Marty in diese Gruppe wechselte. Oder genauer gesagt lie die Gruppe es nicht zu, dass er zu ihnen wechselte. Anfnglich war Dexter von dem Gedanken einen Jungfuchs in seinem Territorium zu haben auch nicht besonders angetan, aber mittlerweile verband die beiden eine gute Freundschaft.

Voller Begeisterung kam Dexter der jngere Fuchs entgegen, um von der Nachricht zu erzhlen. Noch bevor Dexter sich setzen konnte, sprudelte es auch schon aus ihm heraus: Hey, Dexter! Endlich bist du wieder da. Komm mit! Wir mssen los. Hektor hat eine Versammlung einberufen!

Trotzig pflanzte der ltere Rotfuchs erst einmal seinen Hintern auf den Boden. Ich hab keine Lust. Warum gehst du nicht einfach fr uns beide hin?

bermtig hopste Marty vor seinem Freund hin und her und versuchte ihn zu berreden: Ach komm schon, Dexter. Lass uns gehen! Komm! Bevor wir zu spt sind.

Seufzend erhob sich Dexter wieder. Auch wenn es ihm gerade so gar nicht passte, so war doch das Beiwohnen einer Versammlung eine seiner wenigen Pflichten als Tier des Waldes. Und darber hinaus verhielt es sich mit Versammlungen wie mit allem anderen im Leben auch: Es ist immer wieder dieselbe, langweilige Schose, nur das eine mal, an dem man nicht da ist, geht es um was Wichtiges.

Der Ort der Versammlung, eine groe Lichtung, an deren Rand sich ein groer Fels aus dem Erdreich erhob, lag nicht gerade in der Nher der Bauanlage der beiden, aber fr zwei flinke Fchse war die Entfernung kein Problem. Und am Ende waren sie, trotz Martys unbegrndeter Bedenken, auch noch rechtzeitig da.

Viele Tiere hatten sich bereits auf der Lichtung versammelt: Das ganze Hirschrudel hatte sich selbstverstndlich eingefunden, eine Gruppe Igel wackelte von Westen her auf die Wiese, der alte Dachs war gekommen, wie er es immer zu tun pflegte und auf den sten der nchstgelegenen Bume saen zahlreiche Spatzen, Finken, Sperlinge und auch zwei Eulen, die ihren tglichen Schlaf fr die Versammlung unterbrochen haben. Zusammen berspannten sie die offene Wiese mit einem Dach aus Gezwitscher. Unter den Baumbewohnern fand Dexter auch das spttische Eichhrnchen von vorhin. Auch einige Wlfe waren gekommen, aber lngst nicht alle.

Auf der anderen Seite der Lichtung war die Fuchsgruppe des benachbarten Territoriums zu sehen. Insbesondere die junge Fhe viel Dexter ins Auge. Sie war etwa so alt wie Marty, wenngleich etwas reifer, und hatte ein krftiges orangenes Fell, das in der Sonne wie eine Flamme leuchtete. Zugegeben, fr Dexter war sie vielleicht etwas zu jung, aber als Augenschmaus allemal den Blick wert. Und offensichtlich wusste nicht nur Dexter den Anblick zu schtzen.

Martys Stups mit der Nase riss seine Gedanken von der jungen Fchsin los und lie ihn in die Realitt zurckkehren. He, Dex?, flsterte Marty ihm zu. Siehst du das Mdchen da drben?

Ist mir aufgefallen, antwortete der ltere Fuchs, etwas besser in Zurckhaltung gebt als sein Freund. Und nenn mich nicht immer Dex. Du weit, das mag ich nicht.

Gnzlich unbeeindruckt fuhr Marty fort: Junge! Die wrde ich gerne mal ne Runde durch den Wald jagen! Aufgeregt wedelte er mit dem Schanz hin und her.

Schmunzelnd musste Dexter ihm, aller Zurckhaltung zum Trotze, zustimmen. Wie siehts aus?, fgte er hinzu. Geh doch mal zu ihr rber.

Was?!, fragte Marty und schaute seinen Freund verdutzt an. Meinst du wirklich, dass ich eine Chance bei ihr htte?

Wieder musste Dexter lcheln. Ein stattlicher Fuchs wie du? Ja warum denn nicht?

Du hast Recht!, sagte Marty und jagte blitzschnell ber die Wiese zu der Fhe hinber. Dexter aber wusste, dass die anderen Fchse der Gruppe selbst ein oder zwei Augen auf die junge Fchsin geworfen hatten und Marty sicherlich kein leichtes Spiel haben wrde.

Kaum war Marty verschwunden, hrte er unter sich eine bekannte Stimme, die sich ber den jugendlichen bermut seines Freundes amsierte. Als er nach unten sah, stand dort, zwischen seinen Vorderpfoten, Tod, die kleine Maus, welche er eben noch gejagt hatte. Immer noch mit verletztem Stolz ber seine Niederlage, knurrte Dexter den Muserich an: Verschwinde hier, Tod!

Doch die Waldmaus setzte sich selbstsicher vor den groen Fuchs hin. Wie auch Dexter, wusste Tod, dass weder der Fuchs, noch irgendein anderes Tier ihn whrend einer Versammlung fressen durfte.

Obwohl er innerlich noch immer ber die Unverschmtheiten der Maus entnervt war, ragte Dexter wie ein stolzer Fuchs ber der kleinen Kreatur auf und gestand ihr lediglich eine beilufigen Bemerkung zu, um nicht in ein unangenehmes und flschlicherweise als Wortlosigkeit seinerseits zu interpretierendes Schweigen zu verfallen: Was soll schon wieder der Unsinn mit der Versammlung? Wir hatten viel zu viele davon in letzter Zeit. Whrend er sprach wrdigte er Tod keines Blickes.

Das wirst du schon gleich erfahren, Hohlkopf!, erwiderte die Maus, schnippisch wie immer. Hektor ist bereits auf dem Weg. Frech, als kmmere ihn die bedrohliche Anwesenheit seines natrlichen Fressfeindes berhaupt nicht, fgte er bei: Eigentlich wollte ich auch blo mal wissen, wie es mit der Jagd auf meine Geschwister steht? Oder hast du etwa auf meinen Rat gehrt und dir ein leichteres Ziel ausgesucht?

Schelmisch grinste die kleine Maus zu ihm auf, kurz bevor sie blitzschnell auswich, als Dexter mit der Pfote nach ihr ausholte. Verschwinde blo!, bellte Dexter ihm nach, whrend Tod wieder in der Richtung verschwand aus der er kam.

Pltzlich wurde das Gezwitscher ber den Kpfen der versammelten Tiere still und der groe, mchtige Rothirsch trat aus der Mitte seiner Herde auf die Lichtung. Hektor war nicht nur der Platzhirsch seines Rudels, sondern seit seinem spektakulren Sieg ber Atrox auch das strkste Tier des Waldes. Atrox, sein Vorgnger als strkstes Tier des Waldes und gleichzeitig auch Alphatier seines eigenen Wolfsrudels, wurde von dem gewaltigen Hirsch im Zweikampf gettet.  Seither wird Hektor von den Wlfen verachtet, allerdings wagte es bislang keiner von ihnen, sich seiner Autoritt zu widersetzen. Von gelegentlichen Anfeindungen mal abgesehen.

Ungeduldig vor Langeweile wartete Dexter auf die ach so groe Ansprache des Bocks und bedauerte nun seine Entscheidung doch hergekommen zu sein, wo er doch in diesem Augenblick faul vor seinem Bau in der Sonne liegen knnte. Als Hektor dann zur Mitte der Lichtung schritt, wurde es unter den anwesenden Tieren noch einmal ruhiger, bis der Hirsch endlich seine Stimme erhob.

Der Tag dauert nicht ewig, also fasse ich mich kurz, sprach Hektor. Die Menschen streifen wieder durch den Wald!

Ein leises Getuschel legte sich ber die Lichtung, bis es von einer lauten Stimme wieder bertnt wurde. Und woher wissen wir das?, wollte der wuchtige Eber wissen, der sich mit seiner ganzen Rotte hier eingefunden hatte.

Als Antwort machte Hektor nur einen Schritt zur Seite. Hinter ihm spaltete sich seine Herde und aus deren Mitte humpelte ein junger, verletzter Bock auf die Lichtung. Die Wlfe, auf der anderen Seite der Lichtung, begannen zu flstern und zu gackern, als sie den Anblick sahen. Es waren mindestens zwei, fuhr Hektor fort. Jger. Mit Gewehren bewaffnet!

Wieder meldete sich der Eber zu Wort, der den Hirschen nicht so recht trauen wollte: Was?! Zu dieser Jahreszeit?! Wohl eher ein Einzelfall! Vielleicht wart ihr auch einfach mal wieder zu langsam und wollt jetzt nur eure Tlpelhaftigkeit mit Panikmache berdecken?!

Unbeeindruckt und ohne weitere Notiz von der ausflligen Bemerkung des Schweines zu nehmen, fuhr Hektor fort: Tatsache ist: Sie waren oder sind noch immer hier! Es ist also Vorsicht geboten. Versteckt euch vor den Menschen und achtet auf Fallen! Das wre alles, wenn sonst keiner etwas vorzutragen hat.

Da sonst keines der Tiere etwas zu sagen hatte, wurde die Versammlung beendet und alle brachen auf und verlieen die Lichtung. ber Dexters Kopf flatterten die zahlreichen Vgel mit ihren Flgeln und schwrmten davon. Auch Marty kam wieder zu ihm rber und war offensichtlich bereit fr den Rckzug.

Mit frchterlich zerzaustem und schmutzigem Fell stand Dexters Freund vor ihm. Du siehst aus als htte man DICH quer durch den Wald gejagt!, witzelte Dexter.

Leicht erschpft hechelte Marty vor sich hin: Dieser rudige Mistkerl isn ganz schner Brocken. Aber ich habs ihm ordentlich gezeigt! 

Scheint so, bemerkte Dexter und wollte sich gerade aufrichten, um endlich zu seinem Bau zurckzukehren, als wieder dieser lstige Nager auftauchte.

Na, Dex?, witzelte die Maus. Wolln wir spter noch ne Runde Katz und Maus spielen oder lsst du mich jetzt in Ruhe, damit ich mir den Bauch voll hauen kann? Kaum hatte Tod den Satz beendet, flitze er auch schon kichernd davon.

Komm schon, Dex! Den schnappen wir uns!, knurrte Marty neben ihm und sprang der Maus hinterher.

Noch bevor der junge Fuchs das Ende der Lichtung erreichen konnte, hatte Dexter ihn auch schon im Genick gepackt, zu Boden geworfen und ragte mahnend ber ihm auf. Du kennst die Regeln!, knurrte Dexter grimmig. Marty mochte zwar jnger und agiler sein als er, aber in Sachen Geschick, Schnelligkeit und Erfahrung machte ihm so schnell keiner etwas vor. Und Marty erst recht nicht. So gelang es ihm mhelos den Jungfuchs zurechtzuweisen.

Ist ja schon gut, Dex, verteidigte sich Marty. Musst ja nich gleich grob werden. Ich habs kurz vergessen.

Kurz vergessen?!, bellte Dexter ihn an. Wenn du das nchste Mal die Gesetze des Waldes kurz vergessen hast, dann erinnerst du dich besser wenigstens daran, dass du, wenn du diesen jmmerlichen, kleinen Nager innerhalb einer Stunde nach einer Versammlung verdrckst, aus dem Wald verbannt wirst!

berwltigt blieb Marty am Boden liegen und ergab sich dem erfahreneren Fuchs. Ist gut, Dex. Habs verstanden, bekrftigte er. Es wird nicht wieder vorkommen.

Das will ich fr dich hoffen, Marty. warnte Dexter seinen Freund und entlie ihn aus seinem Griff. Und nenn mich nicht immer Dex, hrst du? Auerdem gehrt die Maus mir, verstanden?! Ohne auf eine Antwort zu warten, drehte Dexter sich um und macht sich auf in den Wald. Marty folgte ihm.

Warum gibts eigentlich diese Regel, dass man bis zu einer Stunde nach einer Versammlung niemanden fressen darf, Dex?, wollte Marty wissen.

Mrrisch verdrehte Dexter die Augen. Na streng doch mal dein Spatzenhirn an! Wenn alle Waldtiere auf einem Haufen hocken, erklrte er, und sich gegenseitig auffressen drften, dann whren diese Versammlungen ziemlich blutige Veranstaltungen, besonders fr die kleinen Tiere. Und wenn du schon vorher weit, dass du wahrscheinlich gefressen wirst, wenn du zu einer Versammlung kommst, was wrdest du dann auf gar keinen Fall tun, Marty?

hm... Zu einer Versammlung kommen?

Genau, stimmte Dexter ihm zu. Und dann knnten wir uns den ganzen Spa auch gleich schenken. Und jetzt komm!, meinte Dexter und legte etwas an Geschwindigkeit zu. Mal sehen, ob wir nicht eins von den Karnickeln erwischen, die sich unter der groen Eiche eingenistet haben. Und bis wir da sind ist auch die eine Stunde an Wartezeit vorbei!

Begeistert, wie nur ein junger Fuchs sein kann, stimmte Marty sofort zu: Au ja! Kaninchen schmeckt super! Dann eilte er seinem Freund hinterher in den Wald.

